Setzmaschine


Setzmaschine
Sẹtz|ma|schi|ne 〈f. 19; Typ.〉 Maschine zum Setzen von Manuskripten, zur Herstellung eines Schriftsatzes

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Sẹtz|ma|schi|ne, die (Druckw.):
Maschine zur Herstellung eines Schriftsatzes.

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Setzmaschine,
 
1) Aufbereitung: Vorrichtung zur Trennung der Komponenten eines gröberen Mineralgemisches mit genügend engem Korngrößenbereich (Setzarbeit, Setzen). Setzmaschinen bestehen aus dem Setzkasten mit einem Setzgutträger (Lochbleche, Siebgewebe, Roste) für das Setzgut. Der Setzvorgang erfolgt durch pulsierende Wasser- oder Luftströmungen, die durch ihre hydrodynamische Kraftwirkung das Gut auflockern, sodass sich eine Schichtung nach der Dichte vollziehen kann. Die Sortierung mittels Setzmaschinen ist nicht ganz so trennscharf wie das Schwertrübeverfahren, hat sich aber v. a. in der Steinkohlenaufbereitung bewährt.
 
 2) grafische Technik: Anlage zur Herstellung des Schriftsatzes. Man unterscheidet Setz-Gießmaschinen für Einzelbuchstabensatz (Monotype) und Zeilensatz. Das gebräuchlichste System der Zeilensetzmaschine (Linotype) enthält in einem Magazin in senkrecht nebeneinander liegenden Kanälen die Gussformen (Matrizen), schlanke Messingplättchen, die auf der Schmalseite die vertiefte Form des Buchstabens tragen. Durch Tastenanschlag werden die gewünschten Matrizen und die Spatienkeile für die Wortzwischenräume abgerufen; sie fallen sofort auf einen umlaufenden Sammelriemen, der sie zum Sammler leitet. Die genaue Zeilenlänge wird hergestellt, indem die Spatienkeile mechanisch von unten ausgetrieben werden. Die Matrizenzeile gelangt automatisch vor den Gießmund und wird abgegossen (Schriftmetalle). Nach dem Guss wird die fertige Zeile selbsttätig ausgestoßen und dabei beschnitten, die Matrizen werden durch einen kleinen Aufzug in ihre jeweiligen Kanäle zurückbefördert. Die Einzelbuchstaben-Bleisetzmaschine liefert Einzellettern; Setzen und Gießen sind zwei auch maschinell getrennte Arbeitsgänge. Auf dem Taster werden Lochstreifen gestanzt, deren Codierungen den jeweils gewünschten Typen entsprechen. Der Lochstreifen steuert in der Gießmaschine den Gießvorgang. Die Matrizen befinden sich im Matrizenrahmen, der die von der Lochstreifencodierung angeforderte Matrize über der Gießform positioniert. Das flüssige Gießmetall wird eingespritzt, der verfestigte Buchstabe anschließend automatisch ausgestoßen, und die einzelnen Lettern werden zu Zeilen aneinander gereiht. Die Weiterentwicklung führte zur Fotosetzmaschine (Fotosatz).
 

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Sẹtz|ma|schi|ne, die: 1. (Druckw.) Maschine zur Herstellung eines Schriftsatzes. 2. (Bergbau) Maschine, in der die geförderten Erze mithilfe von strömendem Wasser u. von Sieben nach dem spezifischen Gewicht ausgesondert werden.

Universal-Lexikon. 2012.

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  • Setzmaschine — (hierzu Tafel »Setzmaschinen« mit Text), Vorrichtung zur Herstellung des Typensatzes auf mechanischem Weg, oft verbunden mit einer Ablegemaschine, d. h. einem Apparat zum Auseinandernehmen der benutzten Typen und zum regelmäßigen Sortieren… …   Meyers Großes Konversations-Lexikon

  • Setzmaschine [1] — Setzmaschine, in der Aufbereitung, s. Setzarbeit …   Lexikon der gesamten Technik

  • Setzmaschine [2] — Setzmaschine, s. Aufbereitung …   Lexikon der gesamten Technik

  • Setzmaschine — Setzmaschine, mechan. Apparat zur Herstellung von Schriftsatz gleichartiger Lettern, zuerst praktisch konstruiert von Sörensen (1851), verbessert von Kastenbein (1878) und Thorne. Dem Mechanismus liegt die Idee des Klaviers zugrunde: Tastendruck… …   Kleines Konversations-Lexikon

  • Setzmaschine — Nach vielen vergeblichen Bemühungen andrer (seit 1812) konstruierte der dänische Setzer Christian Sörensen zu Anfang der 1850er Jahre eine gleichzeitig setzende und ablegende Maschine, die aber Typen verlangte, von denen jede einzelne Gattung… …   Meyers Großes Konversations-Lexikon

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  • Setzmaschine — Sẹtz|ma|schi|ne (Druckwesen) …   Die deutsche Rechtschreibung

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